1 Erneuerung des Sperrwerks
Billwerder Bucht für 33 Mio Euro. HWO fordert Aussichtsplattform,
Treffpunkt, Lehrpfad Hochwasserschutz.
2 Immer mehr Hamburger
entdecken den Kaltehofe Hauptdeich (500 Meter zur S-Bahn, 10 Minuten zur City) für Freizeit
und Sport und als grünes Sprungbrett in die Vier- und Marschlande. Die
Einrichtung einer Skater-Rundstrecke ist angedacht, in der Olympia-Bewerbung spielt der
Deichverteidigungsweg als autofreier Zuweg zum Ruderzentrum Dove-Elbe eine Rolle. Der
Elberadwanderweg R2 führt hier entlang.
3 Die Hamburger
Wasserwerke spekulieren mit dem Gelände der ehemaligen Filterbecken und mit der
über 100 Jahre alten "Märchenvilla". Sie versuchen seit Jahren ohne Erfolg,
das Gelände für Wohn- und Industrieentwicklung zu verscherbeln. Der Schutz der
historischen und ökologischen Substanz liegt ausdrücklich nicht in ihrem Interesse.
Jüngst brannte dort ein grofles Holzhaus aus, der Verfall der Villa ist absehbar. HWO
fordert Erhalt und Schutz von Villa und Filterbecken.
4 Als Natur-Ausgleich für
die Erweiterung der Autobahn sollen an der Fläche südlich der Billwerder Bucht die
Deiche abgetragen und das Areal so wieder dem Rhythmus von Ebbe und Flut ausgesetzt
werden. Hier wird sich ein hochwertiges Süsswasserwatt entwickeln.
5 Brückenschlag
jetzt! Der Verein "Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg" setzt sich für einen
Elbübergang für Radler und Fußgänger an der Autobahnbrücke ein. Es eröffnen sich
völlig neue Horizonte für Radler, Skater und Wanderer beiderseits des Flusses. HWO ist
begeistert!
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6 Kaltehofe soll Teil
eines neuen Naturschutzgebietes "Auenlandschaft Norderelbe"
werden, das die Elbufer bis Moorwerder umfasst. Das schlägt die "Gesellschaft für
ökologische Planung" zur Zeit der Stadt vor. Die Märchenvilla (siehe 3.) wäre als
Info-Zentrum ideal.
7 Absurd:
CDU und Schill-Partei der Vier- und Marschlande haben sich in den Kopf gesetzt, den
Deichverteidigungsweg für KfZ-Verkehr zu öffnen. Auch wenn das politisch derzeit kaum
vorstellbar erscheint: Aus der Billesiedlung und aus Rothenburgsort wird es gegen dieses
Ansinnen, das Reiz und Potential der Gegend auf einen Schlag zerstören würde, Widerstand
geben. |
Hamburgs Wilder Osten: Auf zu
neuen Ufern!
Die Idee des autofreien Brückenschlags über die Norderelbe hat uns als
Stadtteilinitiative für mehr Lebensqualität in Rothenburgsort sofort
überzeugt. Genial einfach einfach genial! Denn die Brücke wäre
nicht nur für Wilhelmsburg gut auch und gerade für Rothenburgsort wäre sie eine
große Chance. Immer mehr Hamburger entdecken die Schönheiten und den Freizeitwert von
Kaltehofe und nutzen die Halbinsel für Radtouren und Spaziergänge oder auch als grünes
Sprungbrett in die Vier- und Marschlande. Eine Möglichkeit, die Norderelbe zu
überqueren, würde dieses Potential der citynahen Erholung noch erheblich
vergrößern.
Die Idee zeigt, welches Potential für die Stadtentwicklung in den hafennahen
ehemaligen Arbeiterquartieren steckt. Es ist jetzt an der Stadt, den
Wilhelmsburger Vorschlag aufzugreifen und schnell in die Planung einzusteigen. Der neue
Senat sollte dankbar sein, daß ihm eine so überzeugendes und auch preiswertes Konzept
auf dem Präsentierteller serviert wird. Zumal es ihm bisher an Interesse für die
benachteiligten Stadtteile des Hamburger Südens und Ostens und an Engagement für die
Umwelt mangelt.
HWO, Juni 2002 |