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200 Leute
demonstrierten gestern auf Kornweide und Otto-Brenner Straße bis zum
Kinderbauernhof am Stübenhofer Weg. Damit hat sich die Zahl der
Teilnehmenden an den wöchentlichen Aktionen der "Engagierten
Wilhelmsburger" erneut gesteigert.
Bei der mittlerweile 7. Aktion hintereinander unter dem Motto: "5vor
12 im Hamburger Süden" wurde die Bedrohung des Kinderbauernhofes
durch die derzeitigen Autobahnpläne thematisiert.
Gerd Horn, der Leiter dieser mittlerweile über Hamburgs Grenzen
hinaus bekannten, von Bewohnern aus Kirchdorf-Süd selbst
organisierten, Einrichtung machte deutlich, was es für die Anwohner
und den Bauernhof
bedeutet, wenn nur 60 Meter entfernt eine Autobahnauffahrt gebaut
werden sollte: Lärm, gesundheits-schädliche Abgase, CO2 Zerstörung
der Pferdewiesen und Barriere Richtung Badestrand an der Elbe.
"Man kann kaum glauben, dass die Planer jemals hier vor Ort gewesen
sind, die denken wohl, das wäre hier Hafengebiet?".
Auf besondere Empörung stießen die aktuellen Äußerungen von Ole von
Beust, die in den Harburger Anzeigen und Nachrichten vom selben Tag
zitiert werden. Trotz aller Bürgerproteste wolle er im Herbst über
die Fernstraßenpläne entscheiden.
"Was soll dann noch der sogenannte Bürgerbeteiligungsprozess, der
doch angeblich ergebnisoffen sein soll?" fragte Inan Bayram, der
regelmässig bei den Aktionen der "Engagierten" dabei
ist. |